Mit der Einschulung beginnt ein neuer Abschnitt, auch für euch als Paar. Das Kind wird selbstständiger, bekommt ein eigenes soziales Leben und stellt euch vor Fragen, bei denen ihr schnell merkt, ob ihr an einem Strang zieht: Wie viel Bildschirm? Wie viel Taschengeld? Wie viel Hilfe bei den Hausaufgaben? Kinder spüren sehr genau, wenn Eltern unterschiedliche Linien fahren, und nutzen die Lücke.
Einschulung: ein Übergang für die ganze Familie
Mit der Schule kommen feste Zeiten, Hausaufgaben, Elternabende und die Frage der Betreuung am Nachmittag (Hort oder Ganztag). Das verändert euren Alltag und oft auch die Arbeitszeiten. Klärt früh, wer welche Aufgaben übernimmt: Wer geht zu Elternabenden, wer hilft bei den Hausaufgaben, wer organisiert die Nachmittagsbetreuung? Diese Last verteilt sich sonst schnell ungleich.
Medien: eine gemeinsame Linie statt Bauchgefühl
Bildschirmzeit ist eines der Themen, an denen sich Paare am häufigsten reiben, weil beide unterschiedliche Vorstellungen mitbringen, oft aus der eigenen Kindheit. Wichtiger als die exakte Minutenzahl ist, dass ihr euch auf eine gemeinsame Linie einigt und sie beide vertretet. Fachleute empfehlen, Bildschirmzeit am Alter zu orientieren, Inhalte zu begleiten und feste medienfreie Zeiten zu vereinbaren, etwa beim Essen und vor dem Schlafen. Entscheidend ist die Haltung dahinter, nicht die perfekte Regel. Wie ihr diese gemeinsame Linie konkret findet und durchhaltet, lest ihr in Medien & Bildschirmzeit: eine gemeinsame Linie finden.
Taschengeld: die erste Finanzerziehung
Taschengeld ist mehr als ein paar Euro, es ist die erste Übung im Umgang mit Geld. Damit es funktioniert, sollte es regelmäßig, verlässlich und ohne Bedingungen kommen, das Kind soll auch lernen dürfen, es „falsch" auszugeben. Als grobe Orientierung dienen die Taschengeldtabellen der Jugendämter, die Beträge nach Alter staffeln. Wichtiger als die genaue Höhe ist, dass ihr beide dieselbe Linie fahrt und sie nicht ständig neu verhandelt. Wie ihr Taschengeld als erste Finanzerziehung aufzieht, lest ihr in Taschengeld: die erste Finanzerziehung.
Als Paar im Hintergrund
In dieser Phase rückt das Kind in den Mittelpunkt des Familienlebens, und die Paarbeziehung gerät leicht in den Hintergrund. Das ist verständlich, aber riskant. Plant bewusst Zeit zu zweit ein, auch wenn es nur ein fester Abend ist. Wie ihr als Paar in Verbindung bleibt, lest ihr im Silo Beziehung.
Was ihr als Nächstes tun könnt
Einigt euch auf eure gemeinsamen Linien bei Medien und Taschengeld, bevor das Kind die Lücke entdeckt, und verteilt die Schul-Aufgaben fair. Wie es in der Pubertät weitergeht, steht unter Teenager. Die finanziellen Themen rund ums Kind findet ihr im Finanz-Guide.
Dieser Artikel gibt allgemeine Orientierung und ersetzt keine pädagogische Beratung. Bei Schwierigkeiten in Schule oder Entwicklung helfen Schulsozialarbeit, Erziehungsberatungsstellen und Kinderärztin weiter. Stand 2026.