Ausbildung, Studium, duales Studium, ein freiwilliges Jahr oder erstmal etwas anderes: Den Weg nach der Schule sucht euer Kind, nicht ihr. Das fällt vielen Eltern schwer, gerade wenn sie eine klare Vorstellung haben. Aber eine Entscheidung, die das Kind selbst trägt, hält besser als eine, in die es gedrängt wurde.
Begleiten heißt nicht bestimmen
Ihr könnt enorm helfen, ohne zu entscheiden: zuhören, Fragen stellen, Optionen aufzeigen, Praktika und Beratungsangebote ermöglichen, Mut machen. Was selten hilft, ist Druck in eine bestimmte Richtung, oft die, die ihr selbst gegangen seid oder gerade nicht. Achtet auch darauf, als Paar nicht gegeneinander zu ziehen, wenn ihr unterschiedliche Vorstellungen vom „richtigen" Weg habt.
Ausbildung, Studium, dual: die groben Unterschiede
Eine Ausbildung bringt früh eigenes Einkommen und viel Praxis, der Berufseinstieg ist oft direkter. Ein Studium hält mehr Wege offen und ist Voraussetzung für viele Berufe, kostet aber zunächst Zeit und Geld. Das duale Studium verbindet beides, mit Gehalt und Abschluss, ist aber anspruchsvoll und plätze sind begrenzt. Keiner dieser Wege ist objektiv besser, es kommt auf das Kind an.
Die finanzielle Seite
Mit der Entscheidung kommen handfeste Geldfragen, vor allem, wenn das Kind für Ausbildung oder Studium auszieht. Zwei Punkte solltet ihr kennen. Erstens: Die Unterhaltspflicht endet nicht mit 18. Für volljährige Kinder in der ersten Ausbildung zahlt ihr weiter, wie viel, lässt sich mit dem Unterhaltsrechner einordnen. Zweitens: Es kann Anspruch auf Förderung geben. Ob und wie viel BAföG infrage kommt, schätzt ihr mit dem BAföG-Rechner ab. Beides früh zu klären, nimmt der Entscheidung den finanziellen Druck.
Wo es Hilfe gibt
Niemand muss diese Wahl allein treffen. Die Berufsberatung der Agentur für Arbeit, Berufsorientierung an der Schule, Tage der offenen Tür, Praktika und Schnupperangebote geben eurem Kind echte Eindrücke statt Theorie. Eure Aufgabe ist oft, diese Angebote anzustoßen und im Hintergrund verfügbar zu bleiben.
Was ihr als Nächstes tun könnt
Hört zu, ermöglicht Praktika und Beratung, und klärt früh die finanziellen Fragen mit BAföG- und Unterhaltsrechner. Wie ihr als Paar in den anstrengenden Teenagerjahren einig bleibt, lest ihr in Pubertät als Paar überstehen.
Dieser Artikel gibt allgemeine Orientierung und ersetzt keine Berufs-, Förderungs- oder Rechtsberatung. Verbindliche Auskünfte geben die Berufsberatung, das BAföG-Amt und im Unterhaltsrecht eine anwaltliche Beratung. Stand 2026.